Willkommen auf den Seiten des Auswärtigen Amts

Rentenangelegenheiten

Foto eines älteren Ehepaares beim Spaziergang

Älteres Ehepaar beim Spaziergang, © colourbox.com

Artikel

Allgemeine Hinweise / Sozialversicherungsabkommen

Sie haben in Australien gearbeitet oder wollen nach Australien auswandern? Sie wohnen in Australien und haben zuvor in Deutschland gearbeitet? Vielleicht fragen Sie sich, wie Ihre Arbeitstätigkeit in verschiedenen Ländern sich auf Ihre Rente auswirkt, da die sozialen Sicherungssysteme in Australien und Deutschland unterschiedlich sind.

Sie können beruhigt sein, denn Deutschland und Australien haben ein Abkommen geschlossen, um mögliche Nachteile auszugleichen. Die folgende Publikation der Deutschen Rentenversicherung informiert Sie über die Einzelheiten des Sozialversicherungsabkommens zwischen Deutschland und Australien:

Publikation der Deutschen Rentenversicherung

Webseite der Deutschen Rentenversicherung

Lebensbescheinigung

Sie werden einmal jährlich von Ihrem deutschen Rentenversicherungsträger aufgefordert, eine Lebensbescheinigung vorzulegen. Geschieht dies nicht rechtzeitig, kann die Rentenzahlung eingestellt werden. Bitte füllen Sie die Lebensbescheinigung immer vollständig aus und vergessen Sie dabei insbesondere nicht, selbst zu unterschreiben.

Um Ihre Angaben offiziell mit Stempel und Unterschrift bestätigen zu lassen, gehen Sie bitte zu einer der nachfolgend genannten Stellen:

  • Centrelink-Zweigstelle
  • Justice of Peace
  • Manager Ihrer Bankfiliale
  • Polizeidienststelle in Ihrem Wohnbezirk
  • Krankenhaus, Rotes Kreuz
  • Notar (Notary Public)
  • Pfarrämter

Andere Bestätigungen, z.B von Post-Filialen, Hausärzten oder Apotheken, werden nicht anerkannt!

Wichtig:

Sollten Ihre Rente nicht von der Deutschen Rentenversicherung, sondern von einem anderen Versicherungsträger gezahlt werden, achten Sie bitte genau auf die Hinweise zur Beglaubigung der Lebensbescheinigung im Begleitschreiben. In diesen Ausnahmefällen ist ggf. eine Beglaubigung durch die zuständige Auslandsvertretung notwendig.

Natürlich können die Lebensbescheinigungen für Rentenzwecke zur Vorlage in Deutschland auch durch das Generalkonsulat in Sydney, die Botschaft in Canberra und die Honorarkonsulate ausstellen lassen. Eine Gebühr wird bei staatlichen Renten nicht erhoben. Bitte vereinbaren Sie dazu einen Termin und erscheinen persönlich. Bitte bringen Sie Ihren gültigen Pass mit.

Können Sie Ihre Lebensbescheinigung aus Krankheitsgründen nicht persönlich unterschreiben, muss Ihr Arzt dies zusätzlich auf der Lebensbescheinigung bestätigen.

Die unterschriebene und abgestempelte Lebensbescheinigung schicken Sie bitte direkt an Ihre Rentenversicherung in Deutschland.
Für Anfragen in Bezug auf Rentenzahlungen können Sie sich direkt an die Rentenbehörde in Deutschland wenden:

Deutsche Rentenversicherung Nord
Friedrich-Ebert-Damm 245
D-22159 Hamburg

Tel. +49 (0)40 53000
Email: info@drv-nord.de

Einigung auf Entschädigungszahlungen für Holocaust-Überlebende („Child-Survivors“) ist am 01.01.2015 in Kraft getreten

Am 28. August 2014 fanden in Berlin die Folgeverhandlungen zur sog. Artikel-2-Vereinbarung zwischen der Conference on Jewish Material Claims against Germany (JCC) und dem BMF statt. Ein Ergebnis ist die Einigung auf Entschädigungszahlungen für Holocaust-Überlebende, die als Kinder in Lagern, Ghettos, versteckt oder unter falscher Identität die Verfolgung überleben konnten („Child Survivors“).

Sie ist am 1.1.2015 in Kraft getreten.

Als „child survivors“ werden Opfer des Naziregimes bezeichnet, die am 1. Januar 1928 oder später geboren wurden, die als Kinder in Konzentrationslagern oder Ghettos waren oder die sich mind. sechs Monate lang versteckten oder unter einer falschen Identität lebten. Dieser Personenkreis ist dazu berechtigt, eine Einmalzahlung von 2.500 Euro für psychologische und medizinische Behandlung  zu erhalten.

Falls Sie einen Antrag stellen wollen, wenden Sie sich bitte direkt an die Conference on Jewish Material Claims Against Germany, nähere Informationen hierzu finden Sie auf deren Homepage:

Webseite The Conference on Jewish Material Claims Against Germany

Ghettorenten: Gesetzentwurf macht Weg frei für rückwirkende Rentenzahlungen

Das Bundeskabinett hat am 08.04.2014 einen Gesetzentwurf beschlossen (seit Anfang August 2014 in Kraft), mit dem das ursprüngliche Gesetz zur Zahlbarmachung von Renten aus Beschäftigungen in einem Ghetto (ZRBG) an bedeutsamen Punkten nachgebessert wurde. Die Regelungen ermöglichen es allen Berechtigten, ihre Rente, die auf Beschäftigungszeiten in einem Ghetto beruht, vom 1. Juli 1997 an zu beziehen. Das war ursprünglich nur bei rechtzeitig bis Juni 2003 gestellten Rentenanträgen möglich.

Die berechtigten Personen werden direkt von der deutschen Rentenversicherung (DRV) angeschrieben.

Anerkennungsleistung für Ghettoarbeit und Rentenersatzzuschlag

Neufassung der Richtlinie der Bundesregierung über eine Anerkennungsleistung für Arbeit in einem Ghetto, die keine Zwangsarbeit war vom 12. Juli 2017

Die Arbeitsgruppe Anerkennungsleistung für Ghettoarbeit (AG AfG) im Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen entscheidet über Anträge auf Einmalzahlung für eine Tätigkeit in einem Ghetto während der NS-Zeit.

Detaillierte Hinweise zum Antragsverfahren, dem berechtigten Personenkreis und Ausschlussgründen finden Sie auf der Homepage des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (BADV):
BADV - Anerkennungsleistung für Ghettoarbeit und Rentenersatzzuschlag

Informationen zu Entschädigung von NS-Unrecht

Ausführliche Informationen zu Regelungen zur Wiedergutmachung und Entschädigung von NS-Unrecht finden Sie in der Broschüre des Bundesfinanzministeriums, die Sie hier herunterladen können:

Publikation - Entschädigung von NS-Unrecht

Australian-German Welfare Society (AGWS)

Die AGWS unterstützt Australier mit deutsch-sprachiger Familienherkunft. Die AGWS organisiert regelmäßige Treffen und Ausflüge und unterstützt damit die Bildung von Netzwerken und Freundschaften, um Einsamkeit und Isolation vor allem im Alter zu verhindern. Es können auch Besuche organisiert werden, wenn eine Teilnahme an den Treffen nicht möglich ist. Zudem kann die AGWS Lebensbescheinigungen bestätigen und allgemeine Informationen zu Rentenangelegenheiten geben.

Webseite der Australian-German Welfare Society

nach oben