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Wiedereinbürgerung ehemaliger Deutscher

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Allgemein

Die Wiedereinbürgerung ehemaliger Deutscher ist nach § 13 Staatsangehörigkeitsgesetz grundsätzlich möglich, wenn ein Interesse der Bundesrepublik Deutschland an der Einbürgerung besteht. Dies gilt auch dann, wenn sich der Wohnsitz der betreffenden Person im Ausland befindet. Allerdings bestehen für im Ausland lebende ehemalige Deutsche besonders hohe Anforderungen und es wird genau geprüft, ob deren Einbürgerung ausnahmsweise für Deutschland vorteilhaft ist.  

Wichtige Prüfpunkte sind die Unterhaltsfähigkeit, das Beherrschen der deutschen Sprache und der Nachweis von Bindungen an Deutschland. Emotionale Gründe sind erfahrungsgemäß nicht ausreichend für einen erfolgreichen Antrag auf Wiedereinbürgerung.
Die zuständige Behörde, das Bundesverwaltungsamt (BVA), hat ein Merkblatt zusammengestellt, das Ihnen einen Überblick über die Vorraussetzungen für eine Einbürgerung gibt. Dort finden Sie auch Informationen zu den mit dem Antrag vorzulegenden Unterlagen und zum Verfahrensablauf:

Merkblatt zur Wiedereinbürgerung

Haben Sie die deutsche Staatsangehörigkeit vor weniger als 12 Jahren verloren, so ist eine Wiedereinbürgerung unter erleichterten Bedingungen möglich. Hierzu müssen Sie nachweisen, dass Ihnen zum Zeitpunkt der Einbürgerung im Ausland eine Beibehaltungsgenehmigung ausgestellt hätte werden können, und dass die entsprechenden Gründe dafür auch heute noch bestehen.

Ein Rechtsanspruch auf Wiedereinbürgerung besteht nicht. 

Da nach dem deutschen Staatsangehörigkeitsrecht eine doppelte Staatsangehörigkeit zu vermeiden ist, müssen Einbürgerungsbewerber damit rechnen, dass sie ihre bisherige Staatsangehörigkeit aufgeben müssen. Gegebenfalls sollten Sie die Gründe, die in Ihrem Fall dagegen sprechen, im Antrag detailliert benennen.

Antragsverfahren

Bitte reichen Sie den Antrag im Original mit Ihrer beglaubigten Unterschrift ein. Sämtliche Unterlagen/Dokumente fügen Sie bitte als beglaubigte Kopien dem Antrag bei, ebenso einen kompletten Satz unbeglaubigter Kopien von Antrag und begleitenden Unterlagen/Dokumenten. Wenn die Unterlagen nicht in deutscher Sprache verfasst sind, benötigen Sie zusätzlich eine beglaubigte Übersetzung ins Deutsche. Die Beglaubigung kann durch einen Notary Public, Honorarkonsul oder die zuständige deutsche Auslandsvertretung erfolgen. Bitte beachten Sie, dass Sie zur Unterschriftsbeglaubigung persönlich vorsprechen müssen.

Alternativ können Sie Ihre Unterschrift von einem Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland oder einem Notary Public beglaubigen lassen. Ihre können Sie neben einem deutschen Konsulat und Notary Public auch von einem

Weiterführende Informationen, Merkblätter und Antragsformulare finden Sie untenstehend sowie auf der Webseite des Bundesverwaltungsamtes.

Vorzulegende Unterlagen

  • Formantrag - vollständig ausgefüllt und unterschrieben (Antragsformular siehe rechts)
  • Lebenslauf - handschriftlich und in deutscher Sprache verfasst
  • Geburtsurkunde
  • Aktuelles (nicht älter als 1 Monat) Führungszeugnis aus Australien
  • Ggf. Nachweis zur Namensführung, insbesondere Heirats- bzw. Scheidungsurkunde
  • Zeugnisse zum schulischen und beruflichen Werdegang
  • Reisepass
  • Einbürgerungsurkunde
  • Ggf. Nachweis zum früheren Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit
  • Nachweis zu den Einkommens- und Vermögensverhältnissen
  • Nachweise zu Bindungen an Deutschland zum Zeitpunkt der Annahme der fremden Staatsangehörigkeit (dies können z.B. enge Verwandte sein, Rentenzahlungen oder Rentenanwartschaften aus Deutschland, Wohnsitz oder Eigentum in Deutschland, berufliche Beziehungen, Angaben zur Ausbildung in Deutschland etc.)
  • Ausführungen zu konkreten Nachteilen, die seinerzeit durch die Annahme der fremden Staatsangehörigkeit abgewandt werden sollten (allgemeine Nachteile, die alle Auslandsdeutschen betreffen, wie z.B. nicht vorhandenes Wahlrecht in Australien etc., sind nicht ausreichend).

Gebühren

Das Verfahren über die Wiedereinbürgerung ist kostenpflichtig. Derzeitig beträgt die Gebühr für eine Einbürgerung 255,00 € je Person (bzw. 51,00 € je miteingebürgertes Kind). Die Gebühr für eine ablehnende Entscheidung liegt derzeitig bei 191,00 € (bzw. 38,00 € je Kind). Informationen zur genauen Höhe der Gebühr sowie Hinweise zur Zahlung sowie Kontoverbindungen erhalten Sie zu gegebener Zeit schriftlich von der zuständigen Auslandsvertretung.

Besondere Aufenthaltsregelung für ehemalige Deutsche

Bitte beachten Sie, dass Sie nach § 41 Aufenthaltsverordnung als australischer Staatsangehöriger die Vergünstigung genießen, auch für einen Aufenthalt, der kein Kurzaufenthalt ist, visumfrei in das Bundesgebiet einreisen und sich dort aufhalten zu können. Ein erforderlicher Aufenthaltstitel kann im Bundesgebiet nach der Einreise bei der zuständigen Ausländerbehörde am Ort des neuen Wohnsitzes eingeholt werden.

Nach den neuen Bestimmungen des § 38 Abs. 2 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) kann Ihnen als ehemaliger deutscher Staatsangehöriger eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden, sofern Sie über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen.

Eine vorherige Kontaktaufnahme mit der zuständigen Ausländerbehörde wird dringend empfohlen.

Formulare und Merkblatt

Hier finden Sie den Antrag auf Einbürgerung zum Download.

Hier finden Sie das Formblatt für Erteilung einer Vollmacht in Staatsangehörigkeitsangelegenheiten zum Download.

Hier finden Sie das Merkblatt zur Wiedereinbürgerung zum Download.

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